NACHSPIELZEIT

Rückblickzeit 2020

2020 war kein gutes Jahr, soviel ist klar. Hat alles ganz schön durcheinandergewirbelt, uns runtergezogen, in kleinen Momenten aber vielleicht auch einen Hoffnungsschimmer geschenkt. Wie auch schon im vergangenen Jahr möchte ich heute einen Rückblick auf unser Podcast-Jahr wagen.

Der bloße Blick auf die Zahl der Folgen lässt einen eher kurzen Beitrag vermuten, denn tatsächlich sind es gerade mal sieben Episoden geworden:

Unabhängig von der Zahl der Folgen sind wir allerdings verdammt stolz auf jede einzelne! Weil wir viele tolle Menschen treffen durften und dabei über so viele unterschiedliche Themen sprechen konnten. Und das auch, wie Ihr es von uns gewohnt seid, in der notwendigen Tiefe.

Oliver Otto hat uns nicht nur sehr anschaulich über seine aktive Karriere berichtet, sondern uns auch Einblicke in seine Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen im NLZ gegeben.

Am Rande einer Veranstaltung im Fanprojekt haben wir die Gelegenheit genutzt mit Urs Meier und Alex Feuerherdt über die Schiedsrichterei zu sprechen und dort nicht nur ein paar Episoden aus der bewegten Schiedsrichter-Vergangenheit von Urs zu erfahren, sondern mit Alex auch über die aktuelle Lage im Schiedsrichterwesen zu sprechen. Eigentlich war es geplant gewesen, dass wir dazu auch noch ein Gespräch mit Vertretern der Schiedsrichter-Abteilung des VfB führen, leider kam aber Corona dazwischen.

Danny vom CC97 war der erste Gast, den wir zum zweiten Mal bei uns im Podcast begrüßen durften. Das Gespräch war breit gefächert und wir haben einige Themen rund um den VfB bearbeitet, wie immer aber sehr kurzweilig. Danny ist einfach auch ein super Gesprächspartner!

Die Folge mit Ronny Blaschke war diejenige, die uns bisher am meisten Vorbereitungszeit gekostet hat. Nicht nur haben wir sein hervorragendes Buch gelesen und durchgearbeitet, auch die Recherche rund um die verschiedenen Kapitel hat einiges an Zeit verschlungen. Wer sich mal intensiv mit der Geschichte Ruandas oder der Balkan auseinandersetzt, weiß wovon wir sprechen. Aber es hat Spaß gemacht und das Gespräch ist bis heute noch in guter Erinnerung.

Mit Thomas Krücken haben wir dann im Juli die zweite Staffel beendet. Thomas hat uns sehr ausführlich darüber berichtet, wie seine Herangehensweise an die Jugendarbeit ist und wie er diese auch im NLZ des VfB implementieren möchte. Man kann nach dem Gespräch auf jeden Fall den Eindruck gewinnen, dass dort einige Dinge im Gange sind, die hoffentlich auch mittel- und langfristig im Sinne des VfB Früchte tragen werden!

Kurz vor Jahresschluss durften wir dann mit Almuth Schult eine Gästin begrüßen, die im Sport zumindest von den gewonnenen Titeln so ziemlich alles erreicht hat. Wann kann man schon mal mit einer Deutschen Meisterin, CL- & Olympiasiegerin und Europameisterin sprechen? Darüber hinaus ist Almuth aber auch eine sehr reflektierte, meinungsstarke und einfach sympathische Gesprächspartnerin, die über einige Themen im Frauenfußball gesprochen hat, die noch viel zu wenig diskutiert werden. Wie hätten wir das Jahr besser abschließen und die neue Staffel beginnen können?

Daniel und ich empfinden es jedes Mal wieder als Privileg, diese tollen Gesprächspartner*innen in all ihrer Unterschiedlichkeit in der NACHSPIELZEIT begrüßen zu dürfen. Ihnen gilt unser großer Dank!

Genauso möchten wir uns aber natürlich auch bei unseren Zuhörenden bedanken! Danke dafür, dass ihr uns etwas sehr Wertvolles gebt, nämlich eure Zeit! Danke für das Feedback und das Teilen, Liken und Weitersagen. Das bedeutet uns wirklich sehr viel!


Auch in diesem Rückblick möchten wir allerdings vorausschauen auf das, was uns 2021 bringen wird. Wenn wir ehrlich sind (und warum sollte man darüber nicht auch mal sprechen?), dann ist uns der Themenkomplex VfB mittlerweile zu klein geworden. Das liegt zum einen daran, dass es einfach viele hervorragende Podcasts in dem Umfeld gibt, die allerdings alleine aufgrund der überschaubaren Themenvielfalt schon zwangsläufig Überschneidungen produzieren müssen. Und zum anderen sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir auch in der nahen Zukunft unser Format und unsere Gesprächspartner an Themen ausrichten werden, die nicht mit dem VfB in einem unmittelbaren Zusammenhang stehen.

Wir sprechen grundsätzlich immer mit den Gästen und über Themen, die uns selbst wirklich interessieren, denn letztendlich betreiben wir den Podcast als Hobby und wollen kein Geld damit verdienen. Tatsächlich ist es für uns genug, wenn wir über diesen Weg interessante Menschen kennenlernen dürfen und dabei mit unseren Folgen unseren Hörer*innen auch noch ein paar informative Stunden verschaffen. Dennoch sehen wir an den Zahlen auch ganz deutlich, dass die Themen außerhalb des VfB-Schwerpunktes deutlich schlechter laufen. Der logische Schluss daraus ist (und das wurde uns auch kürzlich über eine Twitter-Umfrage bestätigt), dass sich ein Teil unserer Hörer*innen für die Themen außerhalb der VfB-Blase weniger interessiert. Das ist selbstverständlich völlig ok, schließlich kommen wir ja auch aus diesem Umfeld. Wir finden das vor allem aber für unsere Gäste und Themen schade und wollen deshalb daran etwas ändern und unseren Ansatz und den Versuch, zeitlose Gespräche mit Menschen außerhalb der VfB-Welt aufzunehmen, weiterführen.

Inhaltlich wird sich hingegen gar nicht so sehr viel verändern. Das heißt, dass wir natürlich auch weiterhin Themen rund um den VfB aufgreifen werden und Teil der VfB VIERERKETTE bleiben (schließlich sind wir mit vollem Herzblut Fans und Mitglieder unseres Vereins!), aber auch über den dunkelroten Tellerrand hinausschauen werden. Uns ist es weitgehend egal, von welchem Verein oder welcher Organisation unsere Gäste im Podcast kommen werden, Hauptsache es gibt interessanten Gesprächsstoff und wir können im besten Falle einen kleinen Beitrag zu den jeweiligen Diskussionen leisten. Wir hoffen sehr, dass uns möglichst viele Zuhörende auf diesem Weg folgen werden und unsere Gründe für diese Weiterentwicklung verstehen. Darüber hinaus ist es aber auch unser Ziel, neue Zuhörende – egal von welchem Verein – anzusprechen, die vielleicht derzeit noch den Eindruck haben, es ginge bei uns nur um den VfB.

Nach außen sichtbar wird dies im Gegensatz dazu zukünftig am deutlichsten daran, dass wir den VfB aus unserem Auftritt streichen werden. Keine angedeutetes Wappen mehr im Logo, im Intro taucht er nicht mehr auf und auch der Twitter-Account wird umbenannt in „@NachspielPod„.

Wir gehen damit schon ein Risiko ein, die Möglichkeit des Scheiterns ist bei solchen Veränderungen sicherlich gegeben. Wir sehen in diesen Veränderungen allerdings Chancen, die wir versuchen wollen zu ergreifen, denn wie heißt es so schön: Lieber scheitern wir beim Versuch, als es nie probiert zu haben.

Im Blog werde ich allerdings weiterhin sehr monothematisch unterwegs sein und den VfB in all den Themen begleiten, die sich da ergeben werden. Denn eines ist gewiss: Langweilige oder ruhig wird es in der Mercedesstraße nie werden, schließlich stehen in 2021 Mitgliederversammlungen und Wahlen an …

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